Weihnachtsgeschichten  

Im Rahmen der Begabtenförderung im Fach Deutsch in den 2. und 3. Klassen verfassten einige Schüler Weihnachtsgeschichten. 
Diese wurden auch an den Radiosender Arabella weitergeleitet. 

Hier die Ergebnisse zum Durchlesen:

 

Begegnung mit dem Weihnachtsmann

Nils, ein 10 - jähriger Junge mit kurzen braunen Haaren und strahlenden blauen Augen war mit seiner Familie auf dem Weg von Tirol nach Bayern. Seine große Schwester Mia saß neben ihm im Auto und hörte die ganze Zeit Musik auf ihrem Smartphone. Seine kleine Schwester Lilly schlief auf der anderen Seite. Der Vater lenkte konzentriert das Auto und seine Mutter las wie immer in einem Kindererziehungsbuch.

Es war der 23. Dezember, kurz vor Mitternacht, und Nils schaute aufgeregt aus dem Fenster und freute sich darauf, wieder seine Großeltern zu sehen. Plötzlich wachte die sechsjährige kleine Schwester auf und fragte: ,,Sind wir bald da?“

Seine Mutter antwortete: ,,In 4 Stunden sind wir bei Oma und Opa, Maus.“ Lilly jammerte laut: ,,Ich muss auf die Toilette.“ Weit und breit war keine Raststelle zu sehen, deswegen  hielt der Vater auf dem Pannenstreifen an. Mama stieg mit Lilly aus, und der Vater forderte Nils und Mia auch auf, frische Luft zu atmen. Als alle wieder im Auto saßen, wollte Papa den Motor starten, doch es funktionierte aus einem unerklärlichen Grund nicht mehr.

Was nun? Die Straße war leer, kein anderes Auto weit und breit. Schnell wurde es kalt im Auto und Mama holte Decken aus dem Kofferraum. Plötzlich kam aus dem Nichts ein riesiger goldener Volvo XC70 (SUV) herangefahren. Ein alter Mann mit schneeweißem Bart stieg aus und fragte: „Braucht ihr etwa Hilfe? Starte einfach noch einmal! “ Wie durch Zauberhand lief der Motor wieder. Die Freude war groß!

Dann holte er noch aus dem Kofferraum zwei riesige Fellrentiere für die Kinder. Nils rief: ,, Bist du etwa der Weihnachtsmann?“

Im selben Moment war das goldene Fahrzeug verschwunden und sie setzten mit Weihnachtsfreude im Herzen ihre Fahrt zu den Großeltern fort.

Lena Reiter, 3b

Das Weihnachtswunder

Letztes Jahr im Advent kam die kleine Luisa zu ihrer Oma in die Küche und bat sie: „Oma! Erzählst du mir eine Weihnachtsgeschichte?!“ „Ach Kindchen, ich wollte sowieso schon aufhören zu backen. Setz dich schon mal ins Wohnzimmer!“ ……..

„Also.“, fing Oma an zu erzählen. „Vor einigen Jahren ging ein Mann mit seinem Sohn eine Nacht vor Weihnachten in den Schnee hinaus um die Rentiere heimzutreiben. Es wurde dunkel und es war schwierig den Weg zu finden. Plötzlich kam ein Schneesturm auf und die beiden hatten alle Hände voll zu tun um kein Rentier zu verlieren. Der Sturm wurde immer heftiger und plötzlich sah der kleine Junge nur mehr Schnee vor Augen und fühlte sich so müde und schwach, dass er sich einfach in den Schnee plumpsen ließ.

Wenig später wachte er wieder auf. Es war immer noch dunkel und dem kleinen Jungen war eiskalt. Nirgendwo konnte er die Rentiere und seinen Vater sehen. Der Junge stand auf um seine Familie zu suchen, doch vergebens. Stattdessen fand er ein kleines, altes Häuschen, an dem er klopfte. Zu seinem Erstaunen öffnete ihm eine alte Frau, die ihn schließlich auch herein bat. In dem von außen eher unheimlichen Häuschen war es innen warm und gemütlich. Der kleine Junge setzte sich vor den prasselnden Kamin und erzählte der alten Frau traurig, was geschehen war. Als er damit fertig war, nahm er erschöpft einen großen Schluck Tee. „Leg dich erst einmal ins Bett, du siehst sehr müde aus!“, meinte die nette Frau. Als der Junge im Bett lag, schlief er sofort ein. So vergingen Heiligabend, der ganze Winter, der Frühling, der Sommer und der Herbst. Kurz vor dem folgenden Weihnachtsabend fing er an schlecht zu träumen und schließlich erwachte er am Heiligen Abend.

Die alte Frau hatte alles schön geschmückt und sogar einen kleinen Christbaum besorgt. Plötzlich klopfte es an der Tür. Der kleine Junge wollte seinen Augen nicht trauen! Ein Engel stand da vor der Tür, doch genauso schnell, wie er gekommen war, war er auch schon wieder weg. „Halt! Warte!“, schrie der kleine Junge. Er wollte dem Engel nach, im selben Moment stand sein Vater vor ihm. Nach einer kleinen Schrecksekunde fielen sich die beiden in die Arme.

 „Mein Sohn! Ich habe dich endlich gefunden.“, sagte der Vater leise. Er freute sich so sehr! Vater und Sohn machten sich nun auf den Weg nach Hause und die alte Frau nahmen sie ebenfalls mit, damit sie nicht allein feiern musste. Und so endet unsere Geschichte.“

„Zum Glück hat der kleine Junge nun  seine Familie wieder  gefunden!“, sagte die kleine Luisa glücklich zu ihrer Oma. „Luisa! Oma! Kommt ihr? Wir fahren auf den Weihnachtsmarkt!“, rief Luisas kleiner Bruder und so erlebte Luisa mit Oma, ihrem kleinen Bruder und ihrer Mama auch noch ein kleines Wunder am Weihnachtsmarkt.

Pia Bruckner, 3a

Der Zauber von Weihnachten

Es ist der 23. Dezember, einen Tag vor Weihnachten. Bei den Hubers herrscht schon große Vorfreude. Der 5-jährige Max ruft: „Morgen bekomme ich meine Geschenke!“ Lisa, die schon 8 Jahre ist, schwärmt: „Oh, schaut doch, wie viel Schnee draußen ist. Heute schmeckt das Frühstück ganz besonders gut.“ Marie, die Mutter der beiden, schmunzelt: „ Heute ist der letzte Tag im Kindergarten und in der Schule.“ Am Adventkranz brennen schon vier Kerzen. Nach dem Frühstück fährt Marie in die Arbeit. Erich, der Vater, bringt die Kinder in die Schule und in den Kindergarten.

Am späten Nachmittag, als Marie von der Arbeit nach Hause fährt, denkt sie sich: „Jetzt ist es schon so spät, die letzten Geschenke kann ich morgen auch noch besorgen.“ Doch da sollte sie sich irren.

Auf der Straße liegt schon sehr viel Schnee. Als Marie nach Hause kommt, ist es schon fast dunkel. Die winterliche Dämmerung färbt den Himmel dunkelgrau. Als sie das Haus betritt, hört sie schon die Kinder Weihnachtslieder singen. Sie setzen sich alle um den Adventkranz und essen Kekse. Lisa liest eine Weihnachtsgeschichte vor. Dann schicken die Eltern die Kinder ins Bett, denn am nächsten Tag sollen sie ja ausgeruht sein. „Gute Nacht! Und träumt was Schönes!“, sagt die Mutter.

Am Morgen sind alle guter Laune. Max und Lisa rätseln schon, was sie das Christkind bringen wird. Nachdem die Kinder mit Papa nach draußen gegangen sind, fährt Marie in die Arbeit. Heute hat sie schon zu Mittag Dienstende.

Als sie dann fertig ist und im Auto sitzt, stellt sie schockiert fest, dass es so viel geschneit hat, dass die Straße unbefahrbar ist. 2 Stunden später ist die Straße wieder geräumt. Jetzt aber haben schon alle Geschäfte geschlossen. Nun überlegt Marie, was sie denn ihren Kindern zu Weihnachten schenken könnte, denn die würden bitter enttäuscht sein, wenn sie keine Geschenke bekämen. Zu Hause machen sich Erich und die Kinder schon auf den Weg zur Kindermette. „Gerade noch rechtzeitig!“, denkt sie. Auf dem Weg zur Kirche ist die Stimmung wunderbar. Alle freuen sich schon auf die Bescherung und plaudern fröhlich miteinander. Nur bei Marie ist die Stimmung gedämpft. Sie hofft, noch ein brauchbares Geschenk im Keller zu haben, sonst wäre Weihnachten dieses Jahr ganz schön verpatzt.

Als die Messe beginnt, verstummen alle. Es werden gemeinsam Weihnachtslieder gesungen und Geschichten vorgelesen. Schließlich eilen alle nach Hause um Weihnachten zu feiern.

Marie war währenddessen etwas eingefallen. in den Keller. Sie hatte doch im Keller ein Spiel liegen, das sie selbst als Kind schon mit Begeisterung gespielt hatte. Erleichtert schlich sie nach oben und verpackte es mit wunderbarem Geschenkpapier und legte es anschließend unter den Christbaum. Nach dem Festessen warteten Lisa und Max schon gespannt. Als endlich das Glöcklein ertönte und sie den Raum betraten, starrten die Kinder gebannt auf die vielen Kerzen am Christbaum. Max entdeckte als erster das Paket und rief begeistert: „Ein Spiel! Das können wir gleich ausprobieren!“ Sie verbrachten noch einige glückliche und schöne Stunden beim gemeinsamen Spiel. Vor dem Schlafengehen meinte Lisa: „ Das war der schönste Heiligabend aller Zeiten.“ „Ja“, antwortete Marie, „das ist der Zauber von Weihnachten!“

Michael Lagler, 3a

(V)erträumte Weihnachten

An einem ruhigen Abend vor der Bescherung dachte Max erst mal nach, was er sich überhaupt wünschte. Seine Schwester hatte den Brief ans Christkind schon geschrieben.

Da rief seine Mutter: „Max, Leonie, schlafen gehen, ihr müsst morgen fit sein!“ „Ja, Mama“, antwortete Max und legte sich nieder. In dieser Nacht hatte er einen wundervollen Traum. Er träumte von Weihnachten. Im Traum sah er viele Dinge. Er war auf der Fahrt zu seiner Großmutter, neben deer Straße sah er Rehe, Hirsche und sogar kleine Wildkaninchen. Knapp vor dem Ziel verfehlten sie eine Ausfahrt und fuhren dann in die falsche Richtung! Endlich kamen sie bei der Großmutter an. Dort wartete schon das traditionelle Weihnachtsessen. Danach dauerte es noch so lange bis die Glocke im Wohnzimmer bimmelte. Die Kinder stürzten in den Raum.

Und da saß unter dem Christbaum in einer Schachtel ein Meerschweinchen!

Im selben Moment läutete der Wecker. Schade, es war so ein schöner Traum gewesen….

Doch wer weiß, vielleicht würde das Christkind ihm wirklich ein Meerschweinchen bringen?

Angelina Wohlmuth, 2a

Weihnachten bei den Inuit

Es ist der Nachmittag des 23. Dezember und Familie Schmid sitzt im Flugzeug auf dem Weg nach Kanada in den Weihnachtsurlaub.

Plötzlich kommt eine Durchsage aus der Pilotenkabine: „Sehr geehrte Fluggäste, aus technischen Gründen muss unser Flugzeug leider den nächsten Flughafen in Grönland ansteuern und dort landen. Wir bitten Sie, Ruhe zu bewahren!“

„Wie wird das werden, was werden wir machen, es ist doch Weihnachten?“, fragt Hannah aufgeregt. Mama beruhigt sie: „Es wird schon alles gut werden, glaub mir!“

Das Flugzeug landet sicher auf einem winzig kleinen Flughafen, doch bald kommt die nächste schlimme Nachricht. Wegen einem herannahenden arktischen Sturm sitzen nun alle bis mindestens 27. Dezember hier fest. Fassungslos und verzweifelt warten nun alle im Flughafengebäude. Nils, Lea und Hannah weinen, sie haben sich doch schon so sehr auf ihr Weihnachtsfest in Kanada gefreut!

Als es Abend wird, kommen plötzlich Inuit-Familien, die von dem notgelandeten Flugzeug gehört haben und laden die gestrandeten Menschen ein. Familie Schmid wird auf einen Hundeschlitten geladen, warm verpackt und los geht die Fahrt. Vor einem Iglu warten schon 3 Kinder und die freundlichen Eskimos laden Familie Schmid auf eine warme Suppe und ein einfaches Essen ein.

Die Kinder bemerken, dass die Familie arm ist und haben eine Idee: „Wir teilen unsere Weihnachtsgeschenke mit den Inuitkindern, wir haben ohnehin genug!“ Gesagt, getan! Schnell ist ein Gabentisch aufgebaut und die Kinder der Inuitfamilie freuen sich sehr. Die Familien freunden sich an und als am 27. Dezember das Ersatzflugzeug kommt sind alle ein bisschen traurig, denn sie sind sich alle einig – Das war das beste Weihnachten, das sie je erlebt haben.

Melanie Kappelmüller, 3a

Weihnachten bei Familie Putz

Am Vormittag des 24. Dezember, als im Haus der Familie Putz alle möglichen Vorbereitungen erledigt wurden, wussten die beiden Katzen Sophie und Petzi und der Hund Willi nicht so ganz, was die Unruhe im Haus bedeutete.

Während die Familie den Christbaum schmückte, musste Sophie, das neugierige Katzenmädchen, unbedingt mit. Aber für Willi, den Berner Sennenhund ergab sich die Chance, an den leckeren Truthahn, der hoch auf der Küchenkredenz stand, heran zu kommen. Er blickte sich noch einmal um, niemand da! Langsam schlich er zur Kredenz hin. Da hörte er eine bekannte Stimme hinter sich. Er drehte sich um und blickte direkt in Petzis knallgelbe Augen. Der prächtige schwarze Kater sprach mit ernster Stimme: „ Willi! Was machst du da!?“ Willi stotterte: „Eh… also … ich… ehm… !“Petzi unterbrach ihn: „Du wolltest doch nicht etwa den Truthahn stehlen?“ Ertappt brach der Hund zum Rückzug auf.

Im selben Moment hörte man ein Klirren aus dem Wohnzimmer und einen entsetzten Schrei. Die Mutter kam mit Sophie raus, setzte sie auf den Boden und schimpfte: „Wir hängen die Christbaumkugeln nicht dazu auf, dass kleine Katzenmädchen sie herunter reißen!“ Nun erblickte sie Willi und Petzi, die auf den Truthahn starrten. Die Mutter sagte:„Aber doch gut, dass wir dich haben, den Truthahn rechtzeitig ins Backrohr zu schieben, hätte ich beinahe vergessen. Was wäre das für ein Weihnachten ohne Festessen.

Eine Stunde später stand Oma vor der Tür. Nun konnte die Bescherung beginnen. Die Kinder bekamen einen riesigen Kuscheleisbären. Sophie durfte mit einer Plastik-Christbaumkugel spielen und Willi und Petzi bekamen ein Truthahnbein.

Alle waren glücklich und zufrieden.

Nina Weissbacher, 3b

WEIHNACHTEN gerade noch gerettet

An einem wunderschönen Wintertag fuhr Familie Putz in den Urlaub in die Steiermark zum Skifahren. Es war der 13.Dezember und sie wollten bis zum 22.12 bleiben. Sophie und Lisa, die zwei Kinder, und Mama Papa waren in einem schönen Hotel untergebracht. Die Mädchen freuten sich schon auf den Skikurs, den sie besuchen sollten. Leider stürzte Sophie gleich am ersten Tag und zog sich so einen komplizierten Bruch zu, dass sie ins Krankenhaus musste und Fam. Putz ihren Urlaub abbrach.

Am nächsten Tag kam auch schon die Oma zu Besuch. Sie wollte Heiligen Abend bei ihnen bleiben. Der Christbaum war  schön geschmückt mit Kugeln, Kerzen und Sternspritzern. Als sie die Sternspritzer anzündeten, fing ein Ast, der leider ziemlich trocken war, Feuer.

Oma, die als Geschenk einen Pelzmantel bekommen hatte, reagierte als erste: Sie schnappte sich den Mantel und warf ihn über den Christbaum. Mama rief: „Josef hol schnell eine Kübel mit Wasser!“ Schnell war der Christbaum gelöscht, aber die Jacke leider verbrannt.

Oma meinte: „Kein Problem, ich hätte ihn sowieso nicht angezogen, ich lasse für einen Mantel doch kein Tier töten!“

Alle lachten erleichtert, denn dieser Heilige Abend hätte noch schlimmer ausgehen können.

Celina Hiesberger, 2c

Weiße Weihnachten

Es waren einmal zwei Kinder Moritz und Laura. Sie waren beste Freunde, sie wohnten im gleichen Haus, besuchten die gleiche Schule, sie unternahmen auch sonst alles zusammen.

Es war eine Woche vor Weihnachten, die Kinder freuten sich, das ganze Dorf war geschmückt und es lag Schnee. Am nächsten Tag aber begann es zu tauen, der Föhnwind schmolz den Schnee und die zwei Freunde waren sehr traurig darüber. Sie wollten unbedingt Schnee, sonst wäre es kein richtiges Weihnachten.

Laura hatte eine gute Idee: “Wir können ja dem Weihnachtsmann einen Wunschzettel schreiben, dass es schneien soll, dafür verzichten wir auf Geschenke!“

Moritz war damit einverstanden, also schrieben sie den Brief. Die Tage vergingen und am 23. Dezember war noch immer alles grün draußen.  Die Kinder waren traurig und Moritz dachte sich: „Ob es den Weihnachtsmann wirklich gibt?“

Aber das Wunder geschah. Als die Kinder am Weihnachtsmorgen erwachten und aus dem Fenster schauten war draußen alles weiß und es schneite noch den ganzen Tag. Und ein zweites Wunder geschah noch: Geschenke gab es trotzdem!

Kevin Eder, 2a