Natur erleben im ÖKO – Unterricht der 2ab

mit SR Rosemarie Sinn, SR Linda Wögerer und LNMS Lisa Leopolinger

 

Nach dem bereits beschriebenen intensiven Ökologie-Herbst setzt sich der ÖKO-Unterricht in folgenden Programmpunkten fort:

Exkursion ins Landesmuseum zum Workshop INSEKTEN am 7. November (2b) und am 29. November (2a).

 

Am 29. Jänner gestalten wir unsere Stationen für die

Ausstellung Wunder Wald:

Station Knospenkunde: Zweige von heimischen Bäumen und Sträuchern werden aufgestellt und mit Namensschildern versehen. Es ist schon eine Herausforderung, Gehölze an ihren Knospen zu erkennen.

Station Nadelbäume: Zweige, Zapfen und Bockerl der Nadelbäume werden arrangiert, beschriftet und Borkenkäfer-Informationsmaterial wird präsentiert.

Biberstation: Ein vom Biber abgenagter Baumstamm aus der Orndinger Au samt Biber-Wissen in Wort und Bild wird ausgestellt.

Tiere des Waldes-Station: Im Zentrum des Ausstellungsraums werden die Tiere des Waldes, die aus ihren Verstecken im Biologie-Zimmer geholt werden, für ihren großen Auftritt platziert und beschriftet.

Mikroskopieren

Am 7. März (2a) und am 12. März (2b) üben sich die jungen Ökologen im Umgang mit dem Mikroskop. Außerdem werden die im Herbst gesammelten Blätter in die Herbarmappen integriert.

Frühblüher und Hochbeete:

Am 4. (2a) und 10. (2b) April beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Arten von Frühblühern und ernten unseren Vogerlsalat aus dem Hochbeet. Wir bereiten daraus einen ebenso köstlichen wie gesunden Erdäpfel-Vogerlsalat zu, den wir auch gleich verspeisen.

Wir bepflanzen unsere Hochbeete mit Pflücksalat und säen Radieschen und Karotten.

Vorbereitung auf die Waldjugendspiele:

Die letzten beiden ÖKO-Nachmittage am 9.(2a) und am 14.Mai (2b) gelten der intensiven Vorbereitung auf die Waldjugendspiele. Da es regnet und kalt ist, bringen uns die Lehrerinnen die heimischen Bäume und Sträucher in die Schule. Wir üben an Zweigen sie zu erkennen, indem wir die besonderen Merkmale beschreiben und benennen im finalen Quiz über 30 Arten richtig.

Jeder von uns zeichnet eine oder zwei Tierfährten ab, sodass wir Hirsch- und Wildschweinfährten unterscheiden können, Rehfährten auch flüchtend erkennen und Dachs-, Hasen- und Marderspuren erkennen.  

Übrigens, das Üben hat sich ausgezahlt: Die 2a wird bei den Waldjugendspielen am 16. Mai Bezirksmeister!

Der Höhepunkt des ÖKO-Jahres ist aber die ÖKO-Woche im Waldviertel vom 3. bis 7. Juni.

Am 19. Juni heißt es dann für die 2a im Landesfinale der Waldjugendspiele in Gföhl noch einmal das gesamte Biologie-Wissen und ÖKO-Gespür zur Höchstform auflaufen zu lassen.

Wir freuen uns jedenfalls sehr dabei zu sein!

 

ÖKO-Nachmittage der 2ab im April

Am 4. 4. starteten die ÖKO-Schüler der 2a in den Frühling. Im Hochbeet wurde Vogerlsalat geerntet und daraus gleich im Garten ein köstlicher gesunder Erdäpfelvogerlsalat zubereitet. Die Kinder verspeisten eine große Schüssel! Danach wurde abwechselnd in 2 Gruppen gearbeitet. Die Hochbeete wurden mit Erde aufgefüllt, Radieschen und Karotten wurden gesät und Pflücksalat wurde gesetzt. Frühblüher in vorbereiteten Blumentöpfen wurden bestaunt und bestimmt. Tierspuren und Fährten wurden spielerisch wiederholt.

Am 10. 4. ernteten die Schüler der 2b weiteren Vogerlsalat um ihrerseits eine große Schüssel Erdäpfel-Vogerlsalat für den sofortigen Verzehr herzustellen. Ein Teil des Feldsalats wurde im Hochbeet für die Gewinnung von Saatgut stehen gelassen. In 2 Gruppen wurden die Hochbeete fertigbestellt, die Frühblüher wiederholt und  die Blüten der Vogelkirsche unter die Lupe genommen. Der Blütenbau der Rosengewächse wurde durch Zerlegen der Blüte untersucht und der Weg von der Blüte zur Frucht beschrieben. Im Biologielabor übten sich die Schüler im Umgang mit dem Mikroskop.

 

Am 11.(2b) und 13. September(2a) wurde der Outdoor-Unterricht eröffnet und das Naturlehrgebiet aus dem Sommerschlaf geweckt. Schon der Hinweg bot einiges an Fauna und Flora, was begutachtet und besprochen werden musste.

         Nach der gemeinsamen Jause machten wir uns auf, die Bäume und Sträucher samt ihren Früchten näher kennenzulernen. Wir sammelten Blätter und Früchte, um diese dann auf einem weißen Tuch aufzulegen und zuzuordnen. Welches Blatt gehört zu welcher Frucht? Bei so vielen verschiedenen Blättern und Früchten keine leichte Aufgabe! Und dann auch noch die richtigen Namen zu wissen! Aber ist es nicht sehr wichtig, giftige Früchte wie die des Ligusters zu kennen und von essbaren zu unterscheiden?

Wir kosteten Dirndl, Weißdorn und Schlehe, griffen nach Pfaffenhütchen, Eicheln, Haselnüssen, Hagebutten, Holzäpfeln und Bucheckern.

Die Früchte von Linde, Feld-, Berg- und Spitzahorn warfen wir in die Luft um ihnen beim Kunstflug zuzusehen. Anschaulich konnten wir die Samenverbreitung durch Wind oder Tiere unterscheiden lernen.

Beim Sträucher-Staffellauf festigten wir auf spielerische Weise unsere Artenkenntnisse.    Und wir lieben Spiele! Das macht Spaß!

Nach dem schweißtreibenden Rückmarsch in die Schule legten wir noch mitgebrachte Laubblätter zum Pressen in Telefonbücher. So rasch sind 5 Unterrichtseinheiten vergangen! So schön kann Schule sein!

 

 

Am 19.(2b) und 20. September (2a) ging es bei ÖKO besonders um den Geschmackssinn.

Im Schulgarten ernteten wir in unseren Hochbeeten unsere Butternusskürbisse und kochten damit die köstlichste Kürbiscremesuppe aller Zeiten. Ein mitgebrachter Hokkaidokürbis wurde ebenfalls verarbeitet.  Der Schulgarten wurde zur Sommerküche, wir schälten die Kürbisse, höhlten sie aus und schnitten sie in kleine Stücke. Viele Hände, viele Bretter und viele Messer waren im Einsatz!  Auf einer Kochplatte im Garten stand ein großer Topf und der war bald gefüllt mit den Zutaten.

Während unsere Suppe köchelte, lernten wir, welch verschiedene Sorten von Kürbissen es gibt, dass Kürbisse Panzerbeeren sind mit einem Wassergehalt von 90 %. Kürbispflanzen sind einjährig, einhäusig und getrenntgeschlechtlich, d.h. dass es weibliche und männliche Blüten gibt. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Bienen.

Nachdem jeder der Köchinnen und Köche ein paar Runden mit dem Pürierstab in der Suppe gerührt hatte, konnten die Teller befüllt werden. Kürbiskernöl und Kürbiskerne waren in der Suppe nicht nur schön anzusehen… „ÖKO mit allen Sinnen“ wurde an diesem Tag zum Geschmackserlebnis!

In den Hochbeeten wurde schließlich noch Vogerlsalat und Gründüngung angesät. Kennzeichnungsschilder für die Hochbeete wurden gestaltet.

Hier noch unser Rezept:  Wir machten die dreifache Menge!

KÜRBISSUPPE

 

1

Stk

Butternut Kürbis

2

Stk

Zwiebel, 2 Erdäpfel

0.5

l

Suppe

2

EL

Butter

1

Prise

Salz und Pfeffer

1

Msp

Muskatnuss

1

Prise

Cayennepfeffer

0.5

Becher

Creme fraiche

Zubereitung

  1. Bei Kürbissuppe mit Butternut Kürbis muss der Kürbis geschält werden und das Fruchtfleisch in Würfeln schneiden. Auch die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Zwiebelstücke in einem Topf mit Butter glasig dünsten, Kürbis zugeben und mit der Suppe ablöschen. Etwa 40 Minuten köcheln lassen.
  3. Anschließend mit dem Pürierstab fein pürieren, mit Salz, Pfeffer Muskat und Cayennepfeffer abschmecken. Zum Schluss mit Creme fraiche verfeinern.

 

Am 26.(2b) und 27. September(2a) unternahmen wir eine naturkundliche Wanderung in den Westen Pöchlarns. Entlang der Donau, vorbei am Stadtweiher mit seiner Entenschar, führte uns der Weg weiter über die Rechenbrücke Richtung Krummnußbaum. Wir verließen den Donaudamm und gingen zurück durch die Mitterau und die Vogelau. Wir lernten die Manna-Esche kennen, rochen am Wilden Hopfen, benützten Pestwurzblätter als Sonnenhut und entdeckten den Eingang eines Biberbaus. Der ballonförmige Eikokon der Wespenspinne blieb unseren Blicken nicht verborgen. Unterwegs sammelten wir verschiedene Trockenfrüchte und jeder suchte sich einen ungefähr 40cm langen Holzstecken. Daraus werden wir das nächste Mal ein Natur-Mobile basteln.

Am 10.(2b) und 18. Oktober(2a) waren Kreativität und handwerkliches Geschick gefordert. Eicheln, Kastanien, Nüsse, Früchte des Ahorns, der Manna-Esche, des Blauglockenbaums und viele andere wurden auf die ausgewählten Holzstecken aufgebunden. Jedem von uns gelang es, ein einzigartiges Natur-Mobile zu basteln. Diese Mobile wurden sogleich nach der Fertigstellung am Gang vor unseren Klassen als Herbstdekoration aufgehängt.

Am Hochbeet setzten wir anschließend Wintersalatpflanzen und schnitten die Ausläufer der Erdbeerpflanzen ab. Ein kleiner Spaziergang zur Donau hatte zum Ziel, dass wir unser Wissen um unseren Heimatfluss festigten. Mit einem Donauwissensquiz beendeten wir den vierten ÖKO-Nachmittag in diesem sommerlichen Herbst.