Natur erleben im ÖKO – Unterricht der 2ab

mit SR Rosemarie Sinn, SR Linda Wögerer und LNMS Lisa Leopolinger

Am 11.(2b) und 13. September(2a) wurde der Outdoor-Unterricht eröffnet und das Naturlehrgebiet aus dem Sommerschlaf geweckt. Schon der Hinweg bot einiges an Fauna und Flora, was begutachtet und besprochen werden musste.

         Nach der gemeinsamen Jause machten wir uns auf, die Bäume und Sträucher samt ihren Früchten näher kennenzulernen. Wir sammelten Blätter und Früchte, um diese dann auf einem weißen Tuch aufzulegen und zuzuordnen. Welches Blatt gehört zu welcher Frucht? Bei so vielen verschiedenen Blättern und Früchten keine leichte Aufgabe! Und dann auch noch die richtigen Namen zu wissen! Aber ist es nicht sehr wichtig, giftige Früchte wie die des Ligusters zu kennen und von essbaren zu unterscheiden?

Wir kosteten Dirndl, Weißdorn und Schlehe, griffen nach Pfaffenhütchen, Eicheln, Haselnüssen, Hagebutten, Holzäpfeln und Bucheckern.

Die Früchte von Linde, Feld-, Berg- und Spitzahorn warfen wir in die Luft um ihnen beim Kunstflug zuzusehen. Anschaulich konnten wir die Samenverbreitung durch Wind oder Tiere unterscheiden lernen.

Beim Sträucher-Staffellauf festigten wir auf spielerische Weise unsere Artenkenntnisse.    Und wir lieben Spiele! Das macht Spaß!

Nach dem schweißtreibenden Rückmarsch in die Schule legten wir noch mitgebrachte Laubblätter zum Pressen in Telefonbücher. So rasch sind 5 Unterrichtseinheiten vergangen! So schön kann Schule sein!

 

 

Am 19.(2b) und 20. September (2a) ging es bei ÖKO besonders um den Geschmackssinn.

Im Schulgarten ernteten wir in unseren Hochbeeten unsere Butternusskürbisse und kochten damit die köstlichste Kürbiscremesuppe aller Zeiten. Ein mitgebrachter Hokkaidokürbis wurde ebenfalls verarbeitet.  Der Schulgarten wurde zur Sommerküche, wir schälten die Kürbisse, höhlten sie aus und schnitten sie in kleine Stücke. Viele Hände, viele Bretter und viele Messer waren im Einsatz!  Auf einer Kochplatte im Garten stand ein großer Topf und der war bald gefüllt mit den Zutaten.

Während unsere Suppe köchelte, lernten wir, welch verschiedene Sorten von Kürbissen es gibt, dass Kürbisse Panzerbeeren sind mit einem Wassergehalt von 90 %. Kürbispflanzen sind einjährig, einhäusig und getrenntgeschlechtlich, d.h. dass es weibliche und männliche Blüten gibt. Die Bestäubung erfolgt vorwiegend durch Bienen.

Nachdem jeder der Köchinnen und Köche ein paar Runden mit dem Pürierstab in der Suppe gerührt hatte, konnten die Teller befüllt werden. Kürbiskernöl und Kürbiskerne waren in der Suppe nicht nur schön anzusehen… „ÖKO mit allen Sinnen“ wurde an diesem Tag zum Geschmackserlebnis!

In den Hochbeeten wurde schließlich noch Vogerlsalat und Gründüngung angesät. Kennzeichnungsschilder für die Hochbeete wurden gestaltet.

Hier noch unser Rezept:  Wir machten die dreifache Menge!

KÜRBISSUPPE

 

1

Stk

Butternut Kürbis

2

Stk

Zwiebel, 2 Erdäpfel

0.5

l

Suppe

2

EL

Butter

1

Prise

Salz und Pfeffer

1

Msp

Muskatnuss

1

Prise

Cayennepfeffer

0.5

Becher

Creme fraiche

Zubereitung

  1. Bei Kürbissuppe mit Butternut Kürbis muss der Kürbis geschält werden und das Fruchtfleisch in Würfeln schneiden. Auch die Zwiebel schälen und fein würfeln.
  2. Zwiebelstücke in einem Topf mit Butter glasig dünsten, Kürbis zugeben und mit der Suppe ablöschen. Etwa 40 Minuten köcheln lassen.
  3. Anschließend mit dem Pürierstab fein pürieren, mit Salz, Pfeffer Muskat und Cayennepfeffer abschmecken. Zum Schluss mit Creme fraiche verfeinern.

 

Am 26.(2b) und 27. September(2a) unternahmen wir eine naturkundliche Wanderung in den Westen Pöchlarns. Entlang der Donau, vorbei am Stadtweiher mit seiner Entenschar, führte uns der Weg weiter über die Rechenbrücke Richtung Krummnußbaum. Wir verließen den Donaudamm und gingen zurück durch die Mitterau und die Vogelau. Wir lernten die Manna-Esche kennen, rochen am Wilden Hopfen, benützten Pestwurzblätter als Sonnenhut und entdeckten den Eingang eines Biberbaus. Der ballonförmige Eikokon der Wespenspinne blieb unseren Blicken nicht verborgen. Unterwegs sammelten wir verschiedene Trockenfrüchte und jeder suchte sich einen ungefähr 40cm langen Holzstecken. Daraus werden wir das nächste Mal ein Natur-Mobile basteln.

Am 10.(2b) und 18. Oktober(2a) waren Kreativität und handwerkliches Geschick gefordert. Eicheln, Kastanien, Nüsse, Früchte des Ahorns, der Manna-Esche, des Blauglockenbaums und viele andere wurden auf die ausgewählten Holzstecken aufgebunden. Jedem von uns gelang es, ein einzigartiges Natur-Mobile zu basteln. Diese Mobile wurden sogleich nach der Fertigstellung am Gang vor unseren Klassen als Herbstdekoration aufgehängt.

Am Hochbeet setzten wir anschließend Wintersalatpflanzen und schnitten die Ausläufer der Erdbeerpflanzen ab. Ein kleiner Spaziergang zur Donau hatte zum Ziel, dass wir unser Wissen um unseren Heimatfluss festigten. Mit einem Donauwissensquiz beendeten wir den vierten ÖKO-Nachmittag in diesem sommerlichen Herbst.